Unsere Zusammenfassung des BSI-Monatsberichts zur IT-Sicherheitslage Stand November 2025 bietet einen schnellen Überblick zur IT-Sicherheitslage in Deutschland für November 2025, einschließlich Bedrohungen, Vorfällen und der allgemeinen Resilienz im Cyberraum.
IT-Sicherheitslage in Deutschland im Dezember 2025
- Die IT-Sicherheitslage bleibt angespannt, da alle erreichbaren Institutionen und Personen potenziellen Cyberangriffen ausgesetzt sind.
- Cyberkriminelle nutzen zunehmend automatisierte Angriffe und KI-gestützte Methoden.
Automatisierte Cyberangriffe durch KI
- Anthropic berichtet über Cyberangriffe, bei denen eine mutmaßlich chinesische APT-Gruppe KI-Systeme als operative Werkzeuge einsetzte.
- Angriffe waren zu 80-90 % automatisiert und betrafen etwa 30 Organisationen, darunter Behörden und Unternehmen.
- Sicherheitsmechanismen wurden durch Jailbreak-Techniken überwunden, was die Effizienz der Angriffe steigerte.
Bedrohung durch Social Engineering “ClickFix”
- Die Methode “ClickFix” zwingt Nutzer, schadhafte Befehle selbst auszuführen, oft über gefälschte Windows-Update-Oberflächen.
- Aktuelle Kampagnen nutzen Steganographie, um Malware in Bilddateien zu verstecken und schadhafte Codes auszuführen.
- Sicherheitsmaßnahmen sollten das Windows-“Ausführen”-Fenster deaktivieren und Prozessketten überwachen.
Sicherheitsvorfälle bei WhatsApp-Konten
- Sicherheitsforscher konnten Daten von über 3,5 Milliarden WhatsApp-Konten aufgrund fehlender API-Abfragelimitierungen sammeln.
- Meta hat Anti-Scraping-Mechanismen implementiert und die gesammelten Daten sicher gelöscht.
- Nutzer sollten ihre Datenschutzeinstellungen überprüfen und die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
Cybercrime-Lage und Resilienz
- Die Zahl neuer Malware-Varianten stieg im November 2025 auf 6,5 Millionen, was einem Anstieg von 10 % im Vergleich zum Vormonat entspricht.
- DDoS-Angriffe zeigen eine durchschnittliche Bandbreite von 789 Mbit/s, was einen Anstieg von 58 % darstellt.
- Die Resilienz kritischer Infrastrukturen wächst langsam, jedoch bleibt Deutschland im digitalen Raum verwundbar.
Fortschritte und Herausforderungen in der Cybersicherheit
- Der BSI-Jahresbericht zeigt Fortschritte bei der Cybersicherheit, jedoch bleibt die Lage angespannt.
- Mangelnde Umsetzung von Schutzmaßnahmen führt zu anhaltenden Sicherheitsrisiken in digitalen Systemen.
- Der Bundestag hat das NIS-2-Gesetz verabschiedet, um die Cybersicherheit zu verbessern und Mindestanforderungen festzulegen.
Bewertung der Malware-Lage im November 2025
- Die Bedrohungslage durch neue Malware-Varianten ist durchschnittlich bedrohlich.
- Erstmals seit Juni 2025 ist ein leichter Anstieg der Malware-Zahlen zu verzeichnen.
Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit
- Sicherheitssoftware sollte stets auf dem neuesten Stand gehalten werden.
- IT-Sicherheit sollte als Gesamtkonzept betrachtet werden, das alle Nutzer einbezieht.
Botnetzaktivitäten und deren Auswirkungen
- Der Unique-IP-Index für Botnetze lag im November 2025 bei 805 Punkten (+21% zum Oktober).
- Das Botnetz badbox ist mit 47,8% der Unique IPs das aktivste in Deutschland.
Schwachstellen in Softwareprodukten
- Die Anzahl der bekannten Schwachstellen ist von 10.712 im Q2/2025 auf 9.295 im Q3/2025 gesunken.
- Die Lage ist insgesamt durchschnittlich bedrohlich, und es gibt einen Anstieg der Schwachstellen.
DDoS-Angriffe und deren Entwicklung
- Die durchschnittliche Bandbreite aller DDoS-Angriffe betrug im November 2025 rund 789 Mbit/s (+58% zum Vormonat).
- Der DDoS-Angriff-Index lag bei 122 Punkten (-12% gegenüber dem Vormonat).
Spam-E-Mail-Statistiken im November 2025
- Rund 30,1 Millionen E-Mails wurden empfangen, davon waren 63% Spam.
- Der Spam-Mail-Index stieg auf 134 Punkte (+28% gegenüber dem Vormonat).
Schadwirkungen durch Cyberangriffe
- Weltweit wurden 1,1 Milliarden US-Dollar durch Ransomware-Angriffe erbeutet.
- Die Anzahl der gemeldeten Störungen bei KRITIS stieg von 164 im Q2/2025 auf 187 im Q3/2025 (+14%).
Resilienz der Kritischen Infrastrukturen
- Die Reifegrade der KRITIS-Betreiber zeigen eine leichte Verbesserung, jedoch besteht Nachholbedarf.
- Systeme zur Angriffserkennung (SzA) benötigen besondere Aufmerksamkeit zur Verbesserung der Sicherheit.
Social Engineering und Sicherheitsrisiken
- Ein Spionageanruf bei einem KRITIS-Betreiber zeigt die Gefahren von Social Engineering.
- Die Präsenz von Unternehmen in sozialen Medien birgt erhebliche Sicherheitsrisiken.
Quelle: BSI Monatsbericht zur IT-Sicherheitslage November 2025


