Das Muster wiederholt sich: Cyberangriffe allein können schon existenzbedrohend sein. Erst recht, wenn ein Betrieb wirtschaftlich bereits unter Druck steht. Für den Mittelstand bleibt IT-Sicherheit damit nicht nur ein technisches, sondern ein betriebswirtschaftliches Kernthema.
Hier zwei Beispiele:
Ford-Autohaus Pichel in Chemnitz
Für nahezu zwei Monate war ein regulärer Geschäftsbetrieb bei Ford-Autohaus Pichel in Chemnitz kaum möglich. Ein gezielter Angriff auf die IT-Infrastruktur Ende 2025 hat das wirtschaftlich bereits wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen endgültig in die Zahlungsunfähigkeit getrieben, so dass es in diese Woche schliesslich einen Insolvenzantrag stellen musste.
Wehrle-Werk AG in Emmendingen
Bereits im Sommer 2024 zeigte sich zum Beispiel ein nahezu identisches Muster beim Traditionsunternehmen Wehrle-Werk AG aus dem badischen Emmendingen. Der 1860 gegründete Anlagenbauer wurde am 11. Mai 2024 Opfer einer Cyberattacke, die sowohl die Produktion als auch die Kommunikationssysteme erheblich beeinträchtigte. In Kombination mit einer sich verschlechternden Auftragslage sah sich das Unternehmen wenige Monate später gezwungen Insolvenz zu beantragen.
Fazit:
Mit diesem Gefahrenpotenzial sollten gerade Mittelständler IT-Sicherheit nicht wie so oft nur als Kostenfaktor, sondern als betriebswirtschaftliches Kernthema sehen. Denn die Frage ist schon lange nicht mehr, ob es einen erwischt, sondern wann …


