Mobile Schadprogramme in Deutschland – Panikmache oder echte Gefahr?

Kaspersky-Studie der mobilen Bedrohungssituation in Deutschland – eine Jahresanalyse (September 2016 bis August 2017)

Laut Statista-Prognose soll sich die Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland im Jahr 2022 auf rund 65 Millionen belaufen. Mobile Geräte werden bereits heute nicht ausschließlich zum Telefonieren und Surfen, sondern vermehrt für sensible Transaktionen verwendet. So meldet etwa der Branchenverband Bitkom, dass die Deutschen zunehmend vom stationären Online-Banking auf Mobile-Banking umsteigen. Smartphone und Tablet entwickeln sich immer mehr zum Mittelpunkt des digitalen Lebens.Nutzer mobiler Geräte stehen damit jedoch auch verstärkt im Visier CyberkriminellerFakt ist, dass es heute mehr Attacken gibt, die es auf mobile Nutzer in Deutschland abgesehen haben, als noch im September 2014 (mit einer Steigerung um 240 Prozent). Zudem hat sich die Qualität deutlich verbessert. Es geht mehr denn je um die Finanzdaten der Nutzer. So werden heute mehr deutsche Smartphone-Nutzer mittels Ransomware-Attacken erpresst; auch die Anzahl mobiler Banking-Trojaner stieg seit September 2014 um 68 Prozent an. Je mehr Smartphone- oder Tablet-Nutzer sensible Transaktionen wie Online-Shopping tätigen, desto mehr heikle Informationen speichern sie auf ihren mobilen Geräten – und desto interessanter werden sie für mobilen Betrug, Spionage, Erpressung sowie Dritte. Das zeigen die Analysedaten von Kaspersky Lab deutlich auf.

Auch wenn man sich das Stimmungsbild unter den Deutschen ansieht, wie sie ihre mobile Nutzung in punkto Sicherheit und Privatsphäre erleben und einschätzen, zeigt sich: die großen Gefahren sind bekannt, allerdings weiß die Mehrheit, dass sie durchaus mehr für die Cybersicherheit ihrer mobilen Geräte tun könnte. Immerhin gab jeder Zehnte (10,4 Prozent) der von Kaspersky Lab befragten Deutschen zu, dass schon einmal Daten von seinem Smartphone oder Tablet abhanden kamen; 21,6 Prozent können dies nicht einschätzen.

Die mobile Cyberbedrohung ist auch in Deutschland real. Mit steigender Nutzung dürfte sie weiter zunehmen. Es gilt, Nutzern zu verdeutlichen, dass das eigene Smartphone der heutige zentrale Computer ist, den es vor Viren, Würmern und Trojanern sowie heimlichen Mitlesern zu schützen gilt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich Smartphone und Tablet als zentrale Steuerungskonsole für immer mehr intelligente Geräte und Systeme (wie smarte Lautsprecher oder Häuser) etablieren. Auch hier scheint das Sicherheitsbewusstsein der Nutzer vorhanden zu sein: so stimmten 49,6 Prozent der deutschen Befragten der Aussage zu: „Immer mehr smarte Geräte und ständige Verbindung zum Internet machen mein Leben unsicher“.

Den kompletten Report inklusive der Datenanalyse, den Umfrageergebnissen sowie den praktischen Sicherheitstipps können Sie hier downloaden.

Quelle: Kaspersky Lab